Stauden sind mehrjährige ausdauernde krautige Pflanzen, deren oberirdische Pflanzenteile im Gegensatz zu Bäumen und Sträuchern nicht verholzen, sondern krautig weich sind und in der Regel nach jeder Vegetationsperiode absterben. Im Gegensatz zu den anderen krautigen Pflanzen, den Einjährigen und den Zweijährigen, überdauern Stauden mehrere Jahre. Sie blühen und fruchten in jedem Jahr erneut. Stauden überwintern je nach Art in Form von Rhizomen, Knollen, Zwiebeln, und ähnlichen Wurzelspeicherorganen, die sich sowohl unter der Erdoberfläche als auch knapp darüber befinden können.
So nüchtern und sachlich eine Definition der Stauden auch klingt, so üppig, prächtig, bunt und vielseitig präsentieren sie sich im Staudengarten. In Kooperation mit der Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) sowie der Universität Kassel, Fachgebiet Landschaftsbau / Vegetationstechnik fanden hier weit mehr als 20.000 Pflanzen in über 700 verschiedenen Sorten Verwendung. Das klassische System der Lebensbereiche wurde aufgenommen und weiterentwickelt. Im Gegensatz zu den Prärie- und Steppenpflanzungen unterscheidet sich diese Pflanzung durch die zusätzliche Verwendung typischer Prachtstauden wie Orientalischem Mohn, Pfingstrosen und Taglilien.
Der gezielte Einsatz von Gerüst- und Strukturbildnern wie Gräsern und Gehölzen mit interessanten Rindenfarben- und –strukturen, sorgt im Herbst und Winter, wenn der Blütenflor nachlässt, für interessante Höhepunkte. Die dadurch entstehende Dynamik schafft eine ganzjährig attraktive Pflanzung, die sich im Kleinen auch auf den Hausgarten übertragen lässt.










