Ausstellung "Vom Bodensee nach Afrika - auf Langstrecke mit ICARUS" eröffnet

Institutsdirektor Prof. Dr. Martin Wikelski und die Gestalterinnen der Ausstellung, Andrea Riegel und Babette Eid,
erläutern Bettina Gräfin Bernadotte eine der Installationen im Schloss der Insel Mainau.

Die globalen Wanderbewegungen von Vögeln und anderen Tieren mithilfe modernster Technologie aus dem Weltall sichtbar zu machen, darum geht es beim Tierbeobachtungssystem ICARUS des Max-Planck-Instituts für Ornithologie Radolfzell und der Universität Konstanz. Dieses weltweit einzigartige Forschungsprojekt können Besucherinnen und Besucher bei der Ausstellung „Vom Bodensee nach Afrika – auf Langstrecke mit ICARUS“ vom 15. Juni bis 16. September 2018 auf Schloss Mainau kennenlernen und selbst erkunden. Die Ausstellung wurde am heutigen Donnerstag, 14. Juni 2018, von Mainau-Geschäftsführerin Bettina Gräfin Bernadotte und Institutsdirektor Prof. Dr. Martin Wikelski eröffnet und ist bis zum 16. September 2018 täglich von 10 bis 17 Uhr zu sehen.

War die Vogelbeobachtung in der Vergangenheit per Radio-Telemetrie mühsam und aufwändig, ist seit der Realisation des ICARUS (International Cooperation for Animal Research Using Space) Projekts im Februar dieses Jahres der entscheidende Schritt gelungen: Mit Unterstützung durch eine auf der Internationalen Raumstation ISS installierten Antenne und eines speziellen Computers an Bord des russischen Swesda-Moduls, werden zukünftig die Bewegungsdaten von mit Peilsendern bestückten Amseln aufgezeichnet und im Nutzer-Datenzentrum auf der Erde ausgewertet. Dabei ist das ICARUS Projekt weit mehr als reine Vogelbeobachtung: Die Projektbeteiligten um den Leiter des Max-Planck-Instituts für Ornithologie und Professors für Ornithologie an der Universität Konstanz, Prof. Dr. Martin Wikelski, hoffen aus diesen Daten revolutionäre Erkenntnisse über das Leben, Verhalten und Sterben der Tiere auf unserem Planeten zu gewinnen, zudem sollen die wissenschaftlichen Ergebnisse bei der Vorhersage von Epidemien, dem Klimawandel sowie Naturkatastrophen hilfreich sein.

Verschiedene Themenblöcke bringen den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung auf Schloss Mainau das Projekt näher. Verständlich und anschaulich aufbereitet, bekommen Wissbegierige dabei detaillierte Informationen zum wissenschaftlichen und technischen Teil des ICARUS Projekts und können sich darüber hinaus auch als Forscher betätigen. Ergänzt wird die Ausstellung, die begleitend zum Mainau-Jahresmotto 2018 „Baobab und Bonobo – Faszination Afrika“ stattfindet, durch mehrere Aktionstage. Darunter befinden sich Workshops mit dem Zentrum für Kommunikation und Austausch des Max-Planck-Instituts für Ornithologie Radolfzell (MaxCine). Auch Prof. Dr. Martin Wikelski, Initiator und unermüdlicher Antreiber des Projekts, wird an mehreren Terminen zu Gesprächen auf der Mainau zu Gast sein. Des Weiteren wird auch die „Konstanzer Lange Nacht der Wissenschaft“ am 23. Juni das Thema ICARUS aufgreifen.

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