Die Mainau pflanzt bis Ende der Saison 200 Bäume im Mainaupark.
Die Insel Mainau setzt bereits seit Jahrzehnten unterschiedlichste Maßnahmen um, die ökologische Aspekte, regionale Zusammenarbeit und gesellschaftliches Engagement verbinden. Dabei bezieht die Mainau alle Unternehmensbereiche mit ein – von der Gastronomie über Energieversorgung und Parkentwicklung bis hin zu Angeboten für Mitarbeitende und Bildungsprojekten.
Im Jahr 2025 wurde die Mainau-Gastronomie gleich zweifach ausgezeichnet: Durch den verstärkten Einsatz biologischer Zutaten wurde sie nach der EU-Öko-Verordnung durch Ecocert Deutschland biozertifiziert. Zudem erhielt sie eine Auszeichnung der Initiative „Schmeck den Süden“, die Restaurants kennzeichnet, die regionale Zutaten aus Baden-Württemberg einsetzen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Reduzierung von Verpackungsabfällen. Ziel der Mainau-Gastronomie ist es, während der kommenden Saison den Einsatz von Einwegverpackungen deutlich zu reduzieren. Dank des bereits etablierten Mehrwegsystems der reCup GmbH kann dieses Ziel in großen Teilen des Angebots umgesetzt werden. In einzelnen Fällen werden derzeit noch geeignete Alternativen getestet.
Schritte zur klimafreundlichen Energieversorgung
Auch bei der Energieversorgung gibt es Neuerungen: Seit November 2025 wird der Gebäudekomplex am Inseleingang – in dem sich unter anderem der „Mainau-Träff“ mit Hofladen und ein Souvenirshop befinden – mit einer elektrisch betriebenen Wärmepumpe beheizt. Die Anlage ersetzt die bisherige Gasheizung.
Zum Einsatz kommen zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen mit jeweils 24 Kilowatt Leistung, die im Kaskadenbetrieb arbeiten. Der benötigte Strom wird von den Stadtwerken Konstanz als zertifizierter Ökostrom bezogen. Durch die Umstellung können jährlich rund 100.000 Kilowattstunden Erdgas eingespart werden. Dadurch lassen sich rechnerisch mindestens 18 Tonnen CO₂ pro Jahr vermeiden.
Parkentwicklung im Zeichen des Jubiläums
Im Parkbereich verbindet die Insel Mainau in der diesjährigen Saison gärtnerische Entwicklung mit historischer Erinnerung: Anlässlich des 200. Geburtstags von Großherzog Friedrich I. von Baden, dem Gründer des Mainauparks, werden bis Ende des Jahres 200 neue Bäume im Park gepflanzt. Die Pflanzungen tragen zur Weiterentwicklung des Baumbestands sowie zur ökologischen Entwicklung und Stabilität der Parklandschaft bei.
Zum jetzigen Stand wurde der Mainaupark bereits um 182 Bäume erweitert. Die Auswahl umfasst verschiedene Arten – von zahlreichen Magnolien über besondere Gehölze wie eine Korkeiche (Quercus suber) bis hin zur Franklinie (Franklinia alatamaha), einer Baumart, die in der Natur als ausgestorben gilt und heute nur noch in botanischen Gärten erhalten wird.
Angebote für Mitarbeitende und Engagement für Bildung
Neben ökologischen Maßnahmen umfasst das Engagement der Insel Mainau auch soziale Aspekte. Dazu gehören Angebote für Mitarbeitende wie Wohnmöglichkeiten für Auszubildende, Saisonkräfte und Studierende sowie Gesundheitsangebote, etwa die Unterstützung der Hansefit-Mitgliedschaft und die Möglichkeit eines JobRad-Leasings.
Die Lennart-Bernadotte-Stiftung, Gesellschafterin der Mainau GmbH, engagiert sich zudem für Bildung und gesellschaftlichen Austausch. Unterstützt werden unter anderem die Lindauer Nobelpreisträgertagung, der Mainauer Klimadialog sowie Initiativen der Natur- und Umweltbildung und der kulturellen Bildung wie die Europa Minigärtner, die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822, der Deutsche Rat für Landespflege oder die Gärtnern für Alle gGmbH.