Preise für Landespflege und Gartenkultur auf der Mainau verliehen

Preisverleihung des Lennart-Bernadotte-Preises und der Sonja-Bernadotte-Medaille im Weißen Saal von Schloss Mainau (v.l.): Vorsitzende des Vorstands der Lennart-Bernadotte-Stiftung Prof. Dr.-Ing. habil. Dagmar Schipanski, Preisträger der Sonja-Bernadotte-Medaille Tobias Sitarek, Preisträgerin des Lennart-Bernadotte Preises Claudia Hehn, Mitglied des Stiftungsvorstandes der Lennart-Bernadotte-Stiftung Björn Graf Bernadotte | Bildnachweis: Insel Mainau / Alexander Stertzik

In einer feierlichen Zeremonie auf der Insel Mainau wurden am vergangen Wochenende der Lennart-Bernadotte-Preis 2017 an Claudia Hehn von der Technischen Universität Berlin und die Sonja-Bernadotte Medaille 2017 an Tobias Sitarek von der Leibniz Universität Hannover verliehen. Die von der Lennart-Bernadotte-Stiftung ausgelobten Preise werden jährlich an außerordentliche wissenschaftliche Arbeiten an deutschsprachigen Universitäten auf den Gebieten der Landespflege sowie der Gartenkultur vergeben.

Den mit 5000,- Euro dotierten Lennart-Bernadotte-Preis für Landespflege erhielt Claudia Hehn von der Technischen Universität Berlin für ihre in englischer Sprache verfasste Masterarbeit mit dem Titel „The Emergence and Evolution of Green Infrastructure Planning in North West England: A Policy Arrangement Approach“. In der Begründung der Jury heißt es: „Die Arbeit von Claudia Hehn nimmt auf dem Niveau des Masterabschlusses eine herausragende Stellung ein.“ Hehn befasst sich in ihrer Arbeit anhand einer Literaturstudie intensiv mit dem Konzept der Grünen Infrastruktur. Praktische Ansätze vermittelt die Auseinandersetzung mit einer Fallstudie aus Nordwest-England. Die inhaltliche Tiefe und Schärfe der Analyse gibt wertvolle Hinweise für den Einsatz des Konzeptes in der Planungspraxis innerhalb der EU-Staaten sowie für zukünftige Forschungsaktivitäten.

Mit der mit 1000,- Euro dotierten Sonja-Bernadotte-Medaille für Gartenkultur wurde Tobias Sitarek von der Leibniz Universität Hannover ausgezeichnet. Seine Masterarbeit zum Thema „Kulturromantische Gegenbilder und germanische Bilderwelten – der Soltauer Heldenhain in seiner Entstehung, ideologischen Programmatik und heutigen Bedeutung“ widmet sich der gartenhistorischen Erforschung der Heldenhaine am Beispiel des Soltauer Heldenhains. Dabei wird die ideologische Einbettung der Entstehung im Zuge des 1. Weltkrieges sowie deren weitere Nutzung und ideologische Besetzung im Laufe der folgenden Jahrzehnte bis in die heutige Zeit analysiert. In der Begründung der Jury heißt es: „Die Arbeit leistet einen wertvollen Beitrag zur geschichtlichen Aufarbeitung der Thematik und gibt eine Zukunftsperspektive im Umgang mit derartigen kulturhistorischen Gartendenkmälern.“

Der Lennart-Bernadotte-Preis wurde zum ersten Mal im Jahr 1980 anlässlich des 80. Geburtstages von Lennart Graf Bernadotte von der Lennart-Bernadotte-Stiftung verliehen. Die Sonja-Bernadotte-Medaille für Gartenkultur wurde anlässlich des 60. Geburtstags von Sonja Gräfin Bernadotte im Jahre 2004 von der Lennart-Bernadotte-Stiftung ausgelobt. Weitere besondere Zielsetzungen der Lennart-Bernadotte-Stiftung sind die Förderung der Lindauer Nobelpreisträgertagungen, des Deutschen Rats für Landespflege, der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft (DGG), des Europäischen KulturForums Mainau (EKFM) sowie die Förderung des gemeinnützigen Vereins Gärtnern für Alle e.V.

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