Mainau startet Aktion für Mensa-Projekt in Sierra Leone

Comturey-Küchenchef Alexander Bausch kocht die leckeren Tajine-Gerichte, aus deren Erlös das Schulmensa-Projekt
in Sierra Leone unterstützt wird

Das diesjährige Mainau-Jahresmotto „Baobab und Bonobo – Faszination Afrika“ reicht über die Inselgrenzen hinaus. So unterstützt die Mainau mit einem Teilbetrag aus dem Verkauf von Tajine-Gerichten im Restaurant Comturey ein Mensa-Projekt in Sierra Leone. Das Spendenergebnis wird nach dem Ausklang des Blumenjahres Ende Oktober bekannt gegeben.

Mit dem Erlös aus der Tajine-Aktion wird die unermüdliche Arbeit der Projektgruppe der Konstanzer Kreuzgemeinde rund um Projektleiterin Barbara Böttcher unterstützt, die mit großem Einsatz und Wille in den letzten Jahren im sierra-leonischen Dorf Karakor Sonkuralla im Nordosten des Landes sichtbare Spuren hinterlassen hat. 2011 hatte die Projektgruppe begonnen, ein Schulhausbau zu planen. Nach knapp zweijähriger Bauzeit konnten 2013 die ersten Klassenräume fertiggestellt werden. Die verheerende Ebola-Epidemie verhinderte allerdings zunächst einen regelmäßigen Unterricht. Erst im Frühjahr 2015 konnte der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden, der heute sechs Klassen mit rund 220 Schülern, sechs Lehrern und einem Direktor umfasst. Außerdem wurde im April dieses Jahres eine Schulküche mit Mensa eingeweiht. Dadurch bekommen die Schülerinnen und Schüler jetzt regelmäßig eine warme Mahlzeit am Tag, die von den Müttern der Schulkinder gekocht wird.

Aktion hilft Lebensmittelversorgung sicherzustellen
Um den Kauf der Lebensmittel für die Schulmahlzeit zu sichern, sind Spendengelder nötig. Zu diesem Zweck hat die Mainau eine Aktion gestartet: Passend zum afrikanischen Jahresmotto 2018 wird während des Blumenjahres im Restaurant Comturey ein typisches afrikanisches Tajine-Gericht angeboten. Ein Euro Erlös aus jedem verkauften Tajine-Gericht fließt an das Mensa-Projekt in Sierra Leone.  Mainau-Geschäftsführerin Bettina Gräfin Bernadotte freut sich, den Kindern in Karakor Sonkuralla helfen zu können: „Es ist wirklich erstaunlich, was Barbara Böttcher und ihre Projektgruppe in den vergangenen Jahren in Bewegung gesetzt haben. Den Kindern in Sierra Leone einen regelmäßigen Schulbetrieb und eine tägliche Mahlzeit zu ermöglichen, ist extrem sinnvoll und unterstützenswert. Wir freuen uns, wenn wir mit der Tajine-Aktion unseren Beitrag dazu leisten können.“

Ein Land in bitterer Armut
Sierra Leone ist mit ca. sieben Millionen Einwohnern von der Fläche her etwa doppelt so groß wie Baden-Württemberg. Nach mehr als 10 Jahren Bürgerkrieg ist das Land seit dem Jahr 2000 mit seinem Wiederaufbau beschäftigt. Die demografischen Daten dokumentieren die Armut des Landes: Die durchschnittliche Lebenserwartung lag nach UN-Angaben für das Jahr 2016 bei 51,3 Jahren. Damit zählt Sierra Leone zu den fünf Ländern mit den niedrigsten Lebenserwartungen weltweit. Die Säuglings- und Müttersterblichkeit gehört zu den höchsten der Welt. Die Landbevölkerung ist besonders von Armut betroffen. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung sind dort Analphabeten. Auf dem Human Development Index belegt Sierra Leone Platz 179 von 188 Ländern (2016).

Informationen zur Arbeit von Barbara Böttcher und die Möglichkeit zur Spende finden sich auf der Seite www.kreuzpfarrei.de/SierraLeone/

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