8. Mainauer Nachhaltigkeitsdialog am 25. Juli

Ministerialdirektor Dr. Michael Münter (vordere Reihe links) und Björn Graf Bernadotte, Mainau-Geschäftsführer
(hintere Reihe, Dritter von rechts) sowie Moderator Manuel Hilscher (vordere Reihe rechts) mit Referent:innen
des Nachhaltigkeitsdialogs.

Extreme Wetterereignisse häufen sich und wirken sich zunehmend auch auf die Wasserwirtschaft aus. Der Klimawandel sorgt auf der einen Seite für Hochwasser und Starkregen, auf der anderen Seite für Hitzeperioden, Trocken­heit und damit für Wassermangel. Land und Kommunen müssen sich auf die Extreme einstellen und ihr Wassermanagement an die Folgen es Klimawandels anpassen. Der diesjährige Mainauer Nachhaltigkeitsdialog befasst sich mit Konzepten und Strategien für „Unser Wasser in Zeiten des Klimawandels“.

Land investiert massiv in die Vorsorge

„Baden-Württemberg ist bislang vergleichsweise glimpflich davongekommen“, sagte Umweltministerin Thekla Walker im Vorfeld des Mainauer Nachhaltig­keitsdialogs. „Wir dürfen uns aber nichts vormachen: Hochwasser und Stark­regen, ebenso wie Niedrigwasser und Wassermangel werden auch bei uns in Zukunft häufiger vorkommen. Als Folge des Klimawandels eskaliert das Wetter buchstäblich.“

Das Land nehme die Herausforderungen durch den Klimawandel sehr ernst und investiere viel Geld in Infrastruktur und Knowhow, sagte Walker. „Wir müssen uns so gut es nur geht schützen, damit aus Risiken wie Dürre, Hochwasser und Starkregen keine Katastrophen werden.“

Nachhaltiger Umgang mit Wasser hat Priorität

Für Mainau-Geschäftsführer Björn Graf Bernadotte, der gemeinsam mit dem Umweltministerium den Mainauer Nachhaltigkeitsdialog ausrichtet, ist das Thema „Unser Wasser in Zeiten des Klimawandels“ eines der drängendsten Zu­kunftsthemen: „Der Bodensee ist Trinkwasserspeicher für mehr als vier Millionen Menschen allein in Baden-Württemberg. Sich gerade hier auf der Insel Mainau über Wasserschutz und den nachhaltigen Umgang mit Wasser auszutauschen und den Stand der Wissenschaft zu vertiefen, finde ich inspirierend und wert­voll“, sagte Björn Graf Bernadotte. „Unser Wasser als wichtigstes Lebensmittel und als Lebensraum für wertvolle Pflanzen und Tiere wertzuschätzen und zu schützen, steht für mich und die Mainau GmbH ganz oben auf der betrieblichen Agenda.“

Welche Strategien für künftiges Wassermanagement?

In verschiedenen Workshops und Vorträgen werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Mainauer Nachhaltigkeitsdialog mit Wassermanagement- und Risikovorsorgekonzepten wie der „Schwammstadt“ oder dem kommunalen Starkregenrisikomanagement auseinandersetzen. Wie geht wassersensible Stadtentwicklung und was muss getan werden, um bei Starkregen den Schaden so gering wie möglich zu halten?

Der Amtschef des Stuttgarter Umweltministeriums, Dr. Michael Münter, wird zur Einführung über die „Zukunftsstrategie Wasser und Boden“ des Landes Baden-Württemberg berichten. In einer Podiumsrunde diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und kommunaler Praxis dann konkret die Auswirkungen, auf die sich die Wasserwirtschaft durch den Klimawandel einstellen muss. Und sie versuchen eine Antwort auf die Frage zu finden, mit welchen Strategien wir Natur und menschliche Lebensräume schützen und erhalten können.

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