Neue Orchideen-Art wird nach Insel Mainau benannt

Zu Ehren der Blumeninsel Mainau im Bodensee wurde eine neu, in Südamerika entdeckte Orchideen-Art nach dem botanischen Garten im Süden Deutschlands benannt. 

Die neue Art stammt aus Ecuador und ist dort in 2000 Metern Höhe in Chiguinda in der Provinz Morona-Santiago zu finden. Entdeckt wurde die neue Orchidee von den Brüdern Pepe und Ivan Portilla. Nach diesem Fund wurden die Pflanzen in der Orchideengärtnerei Ecuagenera der Familie Portilla durch Aussaat vermehrt. Dort kamen sie 2016 zum ersten Mal zur Blüte.

Die Epidendrum mainauanum, die seit Anfang 2018 diesen Namen trägt, schmückt sich mit besonders filigranen und auffälligen Blüten. Diese sind reinweiß und haben eine Größe von ca. 3 cm. Bis zu 25 Einzelblüten sitzen auf einem Trieb. Die Höhe der Orchidee variiert zwischen 50 cm bis hin zu beeindruckenden 160 cm. Epidendrum mainauanum ist eine epiphytisch vorkommende Art. Das bedeutet, sie wächst auf anderen Pflanzen wie beispielsweise Bäumen, sie kann aber auch terrestrisch wachsen, also direkt im Boden.

Der mexikanische Biologe und Taxonome Eric Hagsater beschrieb die Epidendrum mainauanum für die Wissenschaft und ehrte die Art mit dem Namensbestandteil "Mainau". Begründet wurde die Namensgebung u.a. damit, dass der Park sowie die Gartenanlage der Mainau bereits um 1827 vom ungarischen Fürst Nikolaus II. Esterházy angelegt wurde, seitdem exotische und einheimische Pflanzen beherbergt sowie seit ca. 35 Jahren Orchideenausstellungen organisiert werden. 

Noch bis 6. Mai ist die weiße Epidendrum mainauanum in der Orchideenschau "Auf Tarzans Fensterbank" im Palmenhaus ausgestellt.

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