Tajine-Aktion für Mensa-Projekt in Sierra Leone ist großer Erfolg

Bildunterschrift: (v.l.) Barbara Böttcher und Anja Zitt freuen sich gemeinsam mit Mainau-Geschäftsführerin Bettina Gräfin Bernadotte und Mainau-Gastronomiedirektor Thorben Beck über die Spendensumme von 2.500 Euro für die Arbeit der Projektgruppe der Konstanzer Kreuzgemeinde in Sierra Leone.

Das vergangene Mainau-Jahresmotto „Baobab und Bonobo – Faszination Afrika“ reicht über die Inselgrenzen hinaus. So startete die Mainau während des Blumenjahres 2018 eine Spenden-Aktion, bei der ein Teilbetrag aus dem Verkauf von Tajine-Gerichten im Restaurant Comturey einem Mensa-Projekt in Sierra Leone zu Gute kam. Die Spendensumme ist nun übergeben worden.

Insgesamt 2.500 Euro sind im Laufe des Blumenjahres 2018 zusammengekommen. Mit der Summe kann nun die unermüdliche Arbeit der Projektgruppe der Konstanzer Kreuzgemeinde rund um die Projektleiterinnen Barbara Böttcher und Anja Zitt unterstützt werden, die mit großem Einsatz und Willen in den letzten Jahren im sierra-leonischen Dorf Karakor Sonkuralla im Nordosten des Landes sichtbare Spuren hinterlassen hat. 2011 hatte die Projektgruppe begonnen, ein Schulhausbau zu planen. Nach knapp zweijähriger Bauzeit konnten 2013 die ersten Klassenräume fertiggestellt werden. Die verheerende Ebola-Epidemie verhinderte für über ein Jahr einen regelmäßigen Unterricht. Erst im Frühjahr 2015 konnte der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden, der heute sechs Klassen mit rund 220 Schülern, sechs Lehrern und einem Direktor umfasst. Außerdem wurde im April 2018 eine Schulküche mit Mensa eingeweiht. Dadurch bekommen die Schülerinnen und Schüler nun regelmäßig eine warme Mahlzeit am Tag, die von den Müttern der Schulkinder gekocht wird.

Aktion hilft Lebensmittelversorgung sicherzustellen
Um den Kauf der Lebensmittel für die Schulmahlzeit zu sichern, sind Spendengelder nötig. Für diesen Zweck wird der Erlös der Tajine-Aktion verwendet. Mainau-Geschäftsführerin Bettina Gräfin Bernadotte freut sich, den Kindern in Karakor Sonkuralla helfen zu können: „Es ist wirklich erstaunlich, was die Projektgruppe um Frau Böttcher und Frau Zitt in den vergangenen Jahren in Bewegung gesetzt hat. Den Kindern in Sierra Leone einen regelmäßigen Schulbetrieb und eine tägliche Mahlzeit zu ermöglichen, ist extrem sinnvoll und unterstützenswert. Wir freuen uns, wenn wir mit der Spende aus der Tajine-Aktion unseren Beitrag dazu leisten können.“

Ein Land in bitterer Armut
Sierra Leone ist mit ca. sieben Millionen Einwohnern von der Fläche her etwa doppelt so groß wie Baden-Württemberg. Nach mehr als 10 Jahren Bürgerkrieg ist das Land seit dem Jahr 2000 mit seinem Wiederaufbau beschäftigt. Demografischen Daten dokumentieren die Armut des Landes: Die durchschnittliche Lebenserwartung lag nach UN-Angaben für das Jahr 2016 bei 51,3 Jahren. Damit zählt Sierra Leone zu den fünf Ländern mit den niedrigsten Lebenserwartungen weltweit. Die Säuglings- und Müttersterblichkeit gehört zu den höchsten der Welt. Die Landbevölkerung ist besonders von Armut betroffen. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung sind dort Analphabeten. Auf dem Human Development Index belegt Sierra Leone Platz 179 von 188 Ländern (2016).

Informationen zur Arbeit der Projektgruppe der Konstanzer Kreuzgemeinde und die Möglichkeit zur Spende finden sich auf der Seite www.kreuzpfarrei.de/SierraLeone/

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